B197 verbindet die Vorteile einer Automatik-Ausbildung mit der Möglichkeit, später trotzdem einen Schaltwagen zu fahren. Du kannst einen großen Teil deiner Fahrausbildung und die praktische Prüfung auf einem Automatikfahrzeug absolvieren und darfst anschließend innerhalb der Klasse B trotzdem Fahrzeuge mit Schaltgetriebe fahren.

Dafür absolvierst du während deiner Ausbildung mindestens 10 Fahrstunden à 45 Minuten auf einem Schaltwagen und weist anschließend deine Schaltkompetenz nach.

Für die meisten Fahrschüler ist B197 aus unserer Sicht heute eine sehr interessante Wahl: Die Ausbildung kann entspannter und je nach Fahrschüler auch effizienter verlaufen, die praktische Prüfung findet auf Automatik statt und trotzdem bleibt die Berechtigung zum Fahren eines Schaltwagens erhalten.

B197, B78 oder klassischer Schaltführerschein – was ist der Unterschied?

Bei der klassischen Klasse B mit Schaltgetriebe findet auch die praktische Prüfung im Schaltwagen statt. Nach bestandener Prüfung darfst du sowohl Schalt- als auch Automatikfahrzeuge der Klasse B fahren.

Bei B78 findet die praktische Prüfung auf einem Automatikfahrzeug statt. Danach darfst du in der Klasse B nur Automatikfahrzeuge fahren.

B197 kombiniert die Vorteile beider Varianten: Die praktische Prüfung findet auf einem Automatikfahrzeug statt. Während deiner Ausbildung lernst du zusätzlich das Fahren mit einem Schaltwagen und weist deine Schaltkompetenz bei der Fahrschule nach. Anschließend darfst du innerhalb der Klasse B sowohl Automatik- als auch Schaltfahrzeuge fahren.

So läuft die B197-Ausbildung ab

Theorieausbildung und theoretische Prüfung unterscheiden sich nicht von der normalen Klasse B. Der wesentliche Unterschied liegt in der praktischen Ausbildung.

Einen großen Teil deiner Fahrstunden kannst du auf einem Automatikfahrzeug absolvieren. Dadurch kannst du dich stärker auf Verkehrsbeobachtung, Blickführung, Geschwindigkeit und die verschiedenen Verkehrssituationen konzentrieren.

Zusätzlich absolvierst du:

Bei dieser Fahrt stellt deine Fahrlehrerin oder dein Fahrlehrer fest, ob du einen Schaltwagen sicher, verantwortungsvoll und selbstständig fahren kannst.

Das ist keine zusätzliche TÜV-Prüfung. Die Fahrschule stellt dir nach erfolgreichem Abschluss eine entsprechende Bescheinigung aus. Die eigentliche praktische Führerscheinprüfung kannst du anschließend auf einem Automatikfahrzeug absolvieren.

B197 einfach erklärt – unser Video dazu

Du möchtest den Unterschied zwischen Automatik, Schaltung und B197 lieber sehen als lesen?

In unserem Video erklären wir B197 auf unsere Art – verständlich und mit etwas Humor:

B197 Führerschein – Automatik und Schaltung einfach erklärt

Was darfst du mit B197 fahren?

Mit B197 darfst du innerhalb der Klasse B sowohl Automatikfahrzeuge als auch Pkw mit Schaltgetriebe fahren.

Damit bleibst du flexibel: Auch wenn du während deiner Ausbildung überwiegend Automatik fährst und deine Prüfung auf einem Automatikfahrzeug ablegst, kannst du später beispielsweise einen Schaltwagen in der Familie, im Betrieb oder einen entsprechenden Gebrauchtwagen fahren.

Genau darin liegt der wesentliche Unterschied zu B78: Bei B78 bleibt die Klasse B auf Automatikfahrzeuge beschränkt.

Wichtig: B197 bezieht sich auf die Klasse B. Für andere Fahrerlaubnisklassen gelten eigene Regelungen und Voraussetzungen.

Warum B197 für viele Fahrschüler sinnvoll ist

Für die meisten Fahrschüler ist B197 aus unserer Sicht heute eine sehr interessante Wahl. Du kannst einen großen Teil der Ausbildung und die praktische Prüfung auf Automatik absolvieren und darfst anschließend innerhalb der Klasse B trotzdem Schaltwagen fahren.

Gerade während der Ausbildung kann das ein Vorteil sein: Ohne die zusätzliche Bedienung von Kupplung und Schaltung kannst du dich stärker auf Verkehrsbeobachtung, Blickführung und die eigentlichen Fahraufgaben konzentrieren. Je nach Fahrschüler kann dadurch auch die praktische Ausbildung effizienter verlaufen.

Auch die Prüfung empfinden viele Fahrschüler auf einem Automatikfahrzeug als entspannter. Die Anforderungen an das sichere Fahren sind zwar identisch, eine zusätzliche Fehlerquelle durch Kuppeln und Schalten fällt aber weg.

Hinzu kommt, dass klassische Schaltgetriebe bei Neuwagen zunehmend an Bedeutung verlieren. Elektroautos fahren ohnehin ohne klassisches Schaltgetriebe und auch bei vielen modernen Verbrennern und Hybridfahrzeugen ist Automatik inzwischen weit verbreitet. Wer heute den Führerschein macht, wird deshalb im Alltag voraussichtlich deutlich häufiger mit Automatikfahrzeugen zu tun haben als frühere Fahrergenerationen.

Trotzdem bleibst du mit B197 flexibel: Innerhalb der Klasse B darfst du weiterhin auch einen Schaltwagen fahren – beispielsweise einen älteren Gebrauchtwagen oder ein vorhandenes Fahrzeug in der Familie.

Wann kann der klassische Schaltführerschein sinnvoller sein?

Eine klassische Schaltausbildung kann sinnvoll sein, wenn du bereits weißt, dass du später eine aufbauende Fahrerlaubnisklasse erwerben möchtest – beispielsweise einen LKW-Führerschein.

B197 beseitigt die Automatikbeschränkung innerhalb der Klasse B. Bei späteren aufbauenden Fahrerlaubnisklassen gelten jedoch eigene Regelungen. Wenn du also bereits bei der Anmeldung weißt, dass C oder CE später ein Thema für dich werden soll, solltest du das bei der Wahl deiner B-Ausbildung berücksichtigen.

Für den normalen Pkw-Alltag bietet B197 dagegen aus unserer Sicht für die meisten Fahrschüler eine sehr gute Kombination aus komfortabler Ausbildung, entspannterer Prüfung und späterer Flexibilität.

Was kostet der B197-Führerschein?

Die Gesamtkosten lassen sich nicht pauschal festlegen, weil sie wesentlich von der individuell benötigten Anzahl an Fahrstunden abhängen.

Bei B197 gehören die vorgeschriebenen Schaltstunden zur Ausbildung. Daneben entstehen wie bei der normalen Klasse B unter anderem Kosten für Grundbetrag, Lernmaterial, Fahrstunden, Sonderfahrten und Prüfungen sowie Gebühren externer Stellen.

Ob B197 am Ende günstiger ist als eine klassische Schaltausbildung, lässt sich deshalb nicht allgemein versprechen. Wenn dir das Fahren auf Automatik jedoch leichter fällt und du dich dadurch schneller auf das eigentliche Verkehrsgeschehen konzentrieren kannst, kann sich das auch positiv auf den Ausbildungsumfang auswirken.

Entscheidend ist deshalb weniger, welche Variante auf dem Papier am günstigsten aussieht, sondern welcher Ausbildungsweg zu dir passt und mit welchem du sicher und möglichst effizient zum Führerschein kommst.

B197 bei Behrendt – Die Fahrschule

Bei uns kannst du die Klasse B als klassische Schaltausbildung, B78 oder B197 absolvieren.

Gerade bei B197 kombinieren wir die Vorteile der Automatik-Ausbildung mit der notwendigen Ausbildung auf dem Schaltwagen. Dabei schauen wir nicht nur auf die vorgeschriebenen Mindeststunden, sondern darauf, dass du anschließend tatsächlich sicher mit beiden Varianten umgehen kannst.

Wenn du noch nicht weißt, welche Variante zu dir passt, beraten wir dich gerne persönlich. Gemeinsam schauen wir, welches Fahrzeug du später wahrscheinlich fahren wirst, ob weitere Fahrerlaubnisklassen für dich interessant werden könnten und welcher Ausbildungsweg für dich sinnvoll ist.

Sommerferien

Vom 03. August bis zum 11. September findet kein regulärer Theorieunterricht statt! Danach geht es wie gewohnt mit unserem Unterrichtsplan weiter!