Wer beruflich LKW fahren möchte, benötigt in der Praxis häufig nicht nur die Klasse C, sondern direkt C und CE. Mit C darfst du schwere LKW fahren, mit CE zusätzlich Fahrzeugkombinationen mit schweren Anhängern oder Sattelaufliegern.
Die Frage nach den Kosten gehört verständlicherweise zu den ersten Fragen bei der Beratung. Als realistische Größenordnung kannst du bei Behrendt für den Erwerb von C und CE bei vorhandenem Pkw-Führerschein mit etwa 4.000 bis 5.000 Euro rechnen.
Der tatsächliche Preis hängt allerdings von deinem individuellen Ausbildungsbedarf und dem Prüfungsverlauf ab. Außerdem solltest du frühzeitig klären, ob du den Führerschein privat benötigst oder anschließend gewerblich als Berufskraftfahrer arbeiten möchtest. Denn dann kann zusätzlich eine Berufskraftfahrerqualifikation erforderlich sein.
Warum C und CE häufig zusammen gemacht werden
Mit der Klasse C darfst du Kraftfahrzeuge über 3,5 Tonnen fahren. Anhänger sind dabei grundsätzlich bis 750 Kilogramm zulässige Gesamtmasse möglich.
Mit CE erweitert sich die Fahrerlaubnis auf entsprechende Fahrzeugkombinationen mit Anhängern über 750 Kilogramm. Damit kannst du beispielsweise typische Gliederzüge oder Sattelzüge fahren.
Für viele Arbeitsplätze im Transport- und Logistikbereich wird deshalb CE benötigt. Wer bereits weiß, dass er später als Berufskraftfahrer arbeiten möchte, macht C und CE häufig direkt in einem gemeinsamen Ausbildungsgang.
Das hat auch einen ganz konkreten Vorteil bei der Ausbildung: Im gemeinsamen Ausbildungsgang sind weniger Sonderfahrten vorgeschrieben, als wenn du zuerst C und später CE getrennt absolvierst. Statt insgesamt 20 besonderen Ausbildungsfahrten bei getrennter Ausbildung sind bei C und CE im gemeinsamen Ausbildungsgang insgesamt 14 vorgeschrieben. Das spart Ausbildungszeit und entsprechend auch Kosten.
Mit dem Erwerb der Klasse CE erhältst du außerdem weitere Fahrerlaubnisklassen mit dazu. CE schließt unter anderem BE und T ein. Du darfst damit also beispielsweise auch entsprechende Pkw-Anhänger-Kombinationen der Klasse BE sowie Fahrzeuge der Klasse T fahren.
Wenn dein Ziel ohnehin CE ist, spricht deshalb einiges dafür, C und CE von Anfang an gemeinsam zu planen.
Was kostet der C/CE Führerschein?
Bei Behrendt liegt eine komplette Ausbildung für C und CE bei vorhandenem Führerschein der Klasse B häufig in einer Größenordnung von etwa 4.000 bis 5.000 Euro.
Eine verbindliche Pauschale lässt sich daraus nicht ableiten. Wie hoch deine tatsächlichen Kosten ausfallen, hängt unter anderem davon ab:
- wie viele Übungsfahrten du benötigst
- wie schnell du mit dem größeren Fahrzeug sicher zurechtkommst
- wie die einzelnen Prüfungen verlaufen
- welche zusätzlichen Gebühren und Nachweise anfallen
Gerade bei der praktischen Ausbildung gibt es individuelle Unterschiede. Ein Teilnehmer benötigt beispielsweise beim Rangieren oder bei der Fahrzeugbeherrschung mehr Übung, während ein anderer schneller prüfungsreif ist.
Deshalb halten wir wenig davon, mit einem möglichst niedrigen theoretischen Endpreis zu werben. Entscheidend ist, was deine Ausbildung am Ende tatsächlich kostet.
Was gehört zur C/CE-Ausbildung?
Die Ausbildung besteht aus Theorie und Praxis. Neben normalen Übungsfahrten gibt es vorgeschriebene besondere Ausbildungsfahrten.
Bei der praktischen Ausbildung geht es nicht nur darum, einen großen LKW geradeaus zu bewegen. Du lernst unter anderem:
- Fahrzeugbedienung und Abfahrtskontrolle
- sicheres Fahren mit den Abmessungen eines LKW
- Abbiegen und Verkehrsbeobachtung
- Rangieren
- Rückwärtsfahren
- Verbinden und Trennen von Fahrzeugkombinationen
- Fahren mit Anhänger beziehungsweise Auflieger
- Überland-, Autobahn- und Nachtfahrten
Wie viele zusätzliche Übungsfahrten erforderlich sind, ist individuell. Ziel ist nicht, möglichst wenige Stunden zu absolvieren, sondern dich sicher und sinnvoll auf die praktische Prüfung vorzubereiten.
Nur CE bei vorhandenem C?
Natürlich kannst du CE auch erwerben, wenn du die Klasse C bereits besitzt.
In unserer Praxis kommt allerdings wesentlich häufiger der Weg von der Klasse B direkt zu C und CE vor. Gerade wenn das Ziel eine berufliche Tätigkeit als LKW-Fahrer ist, werden beide Klassen häufig direkt miteinander kombiniert.
Welche Variante für dich sinnvoll ist, klären wir deshalb am besten bereits vor Ausbildungsbeginn.
Reicht C/CE aus, um als Berufskraftfahrer zu arbeiten?
Nicht unbedingt. Der Führerschein und die berufliche Qualifikation sind zwei unterschiedliche Dinge.
Wer gewerblich als Berufskraftfahrer tätig werden möchte, benötigt in vielen Fällen zusätzlich die entsprechende Berufskraftfahrerqualifikation. Für Neueinsteiger kommt häufig die beschleunigte Grundqualifikation infrage.
Deshalb sollte die Planung nicht bei der Frage „Was kostet mein LKW-Führerschein?“ aufhören.
Entscheidend ist vielmehr:
Was möchtest du anschließend beruflich machen und welche Qualifikationen brauchst du dafür?
Gerade bei einem beruflichen Neueinstieg kann deshalb eine Kombination aus C/CE und beschleunigter Grundqualifikation sinnvoll sein. Je nach späterer Tätigkeit können weitere Qualifikationen wie ADR, Stapler oder Ladekran hinzukommen.
Kann der C/CE Führerschein gefördert werden?
Unter bestimmten Voraussetzungen können der LKW-Führerschein und weitere berufliche Qualifikationen gefördert werden.
Behrendt – Die Fahrschule ist zugelassener Bildungsträger. Unsere zugelassene Maßnahme ist modular aufgebaut. Dadurch können je nach beruflichem Ziel verschiedene Qualifikationen miteinander kombiniert werden.
Dazu gehören beispielsweise C/CE, die beschleunigte Grundqualifikation sowie weitere berufliche Qualifikationen.
Mehr dazu findest du hier:
LKW Führerschein mit Bildungsgutschein und berufliche Qualifizierung
Eine Förderung kann insbesondere für Arbeitssuchende, Menschen in beruflicher Neuorientierung und unter bestimmten Voraussetzungen auch für Beschäftigte interessant sein.
Wichtig ist: Kläre die Förderung möglichst vor Beginn der Ausbildung. Wir beraten dich gerne bereits vorher, welche Qualifizierung zu deinem beruflichen Ziel passt.
Wie lange dauert der C/CE Führerschein?
Auch hier wäre eine pauschale Aussage unseriös. Die Dauer hängt von mehreren Faktoren ab:
- Bearbeitungszeit deines Fahrerlaubnisantrags
- persönliche zeitliche Verfügbarkeit
- Lernfortschritt
- benötigte Fahrstunden
- Prüfungstermine
Wenn alle Voraussetzungen stimmen, kann C/CE auch kompakt ausgebildet werden. Bei Behrendt bieten wir dafür intensive Ausbildungsformate an.
Mehr Informationen dazu findest du hier:
C/CE im Intensivkurs – RatzFatz LKW Führerschein
Wichtig ist uns dabei eine realistische Planung. Eine schnelle Ausbildung funktioniert nur, wenn Fahrerlaubnisantrag, Theorie, Praxis und Prüfungstermine entsprechend vorbereitet und aufeinander abgestimmt sind.
Was solltest du bei Angeboten für C/CE vergleichen?
Beim Preisvergleich solltest du nicht nur auf einen einzelnen Fahrstundenpreis oder eine niedrige Grundgebühr schauen.
Interessanter ist, welche Kosten bis zum fertigen Führerschein tatsächlich entstehen. Dazu gehören insbesondere Fahrstunden, besondere Ausbildungsfahrten, Prüfungen sowie externe Gebühren.
Ebenso wichtig ist die Organisation. Wenn zwischen einzelnen Fahrstunden lange Pausen entstehen, kann Routine verloren gehen und die Ausbildung unnötig länger dauern.
Bei einer beruflich benötigten Fahrerlaubnis spielt außerdem die Zeit eine Rolle: Ein vermeintlich günstiger Führerschein hilft wenig, wenn sich die Ausbildung über Monate zieht und sich dadurch dein beruflicher Einstieg verzögert.
C/CE bei Behrendt – Die Fahrschule
Bei uns bekommst du nicht nur die praktische LKW-Ausbildung, sondern auf Wunsch auch die dazugehörige berufliche Qualifizierung.
Wir arbeiten mit einem eigenen LKW-Fuhrpark und planen gemeinsam mit dir, welcher Ausbildungsweg zu deinem Ziel passt.
Dabei unterscheiden wir bewusst zwischen jemandem, der lediglich eine Fahrerlaubnis benötigt, und einem Quereinsteiger, der anschließend tatsächlich als Berufskraftfahrer arbeiten möchte.
Wenn du wissen möchtest, welche Kosten bei deiner persönlichen Ausgangslage realistisch sind, melde dich bei uns. Wir schauen uns an, welche Fahrerlaubnis du bereits besitzt, was du beruflich vorhast und welche Ausbildung du dafür tatsächlich benötigst.